Der Zustellweg FIT-Connect wird durch die FITKO entwickelt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Jede EFAST-Plattform ist mit einem Sender-Client ausgestattet und kann über FIT-Connect Anträge versenden.
Bei mehreren Zustellwegen muss FIT-Connect zwingend als Zustellweg 1 festgelegt sein. Dies ist erforderlich, damit das dazugehörige Fachdatenschema korrekt generiert wird. Andernfalls kann es zu Zurückweisungen durch das empfangende System kommen.
Einleitung
Bei FIT-Connect handelt es sich um eine moderne, auf einer REST-API basierenden Schnittstelle, die eine asymmetrische Verschlüsselung der Daten unterstützt. Die EFAST-Plattform unterstützt von Haus aus FIT-Connect und ist als Sender implementiert. Als Sender übermittelt sie hierbei die verschlüsselten Antragsdaten, bestehend aus Metadaten, Fachdaten und ggf. Anlagen, an den sogenannten Zustelldienst. Ein Empfänger holt dann diese verschlüsselten Daten vom Zustelldienst ab, prüft das Format der Daten mittels Datenschema und bestätigt den Empfang oder weist diesen zurück. Als Standard für diese Datenschemata haben sich FIM und XOEV etabliert.
Die EFAST-Plattform nutzt FIT-Connect für die Übertragung der Antragsdaten zu einem Fachverfahren, wobei die Fachdaten standardmäßig als JSON-Datei übermittelt werden. Bei Bedarf können die Daten vor der Übertragung durch eine XSLT-Transformation in eine XML-Datei übersetzt werden.
Konfiguration des Zustellweges FIT-Connect
Der Zustellweg FIT-Connect steht, in allen Start-Apps für alle Online-Dienste zur Verfügung. Hierzu wird in der Verfahrenskonfiguration des jeweiligen Online-Dienstes in der Sektion Zustellweg mit einem Klick auf auswählen der Dialog geöffnet, mit dem sich der Zustellweg spezifizieren lässt.
Aus dem Dialog mit der Liste der verfügbaren Zustellwege wird als Zustellweg FIT-Connect Version 1 - Produktivumgebung ausgewählt und diese Wahl mit einem Klick auf den Button Auswählen bestätigt.
Die Konfiguration erfordert nun die Eingabe der Destination-ID des Zustellpunktes von FIT-Connect, der die Daten des Online-Dienstes erhalten soll.
Über den Menüpunkt konfigurieren lässt sich der Konfigurationsdialog des Zustellweges öffnen und die Destination-ID eingeben.
Die wesentlichen Parameter für die Konfiguration von FIT-Connect bestehen aus
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der
Destination-ID -
der Metadatenschema-Version
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und falls nötig, den Einstellungen für das Attachment-ID Management (nur FIT-Connect 2.0)
Mit der Destination-ID wird der Empfänger festgelegt an den die Antragsdaten gesendet werden, denn diese ID ist seine eindeutige Kennung. Wenn Sie den Zustellpunkt nicht selbst verwalten, müssen Sie die ID des Zustellpunktes erfragen. Die EFAST-Plattform verzichtet bewußt auf die Nutzung des Routingdienstes.
Mit der Metadatenschem-Version wird festgelegt, ob FIT-Connect in der Version 1 oder Version 2 verwendet wird. Die EFAST-Plattform stellt aktuell die Versionen 1.0.0, 1.5.0 und 2.0.0 zur Auswahl.
Damit eine Datenübertragung erfolgreich sein kann, muss geklärt werden welche Versionen des Metadatenschemas durch das Fachverfahren unterstützt werden. Erst wenn klar ist, welche Version genutzt werden kann, sollten Änderungen am Zustellweg erfolgen.
Bei Änderungen an der Konfiguration eines Zustellweges über FIT-Connect sollte stets folgende Reihenfolge beachtet werden.
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Änderungen am Zustellpunkt im Selfservice-Portal (SSP) von FIT-Connect vornehmen.
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Das Fachverfahren an die Änderungen anpassen.
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Die entsprechenden Änderungen in der EFAST-Plattform durchführen.
Es kann abschließend erforderlich sein, dass im SSP noch das Fachdatenschema angepasst werden muss.
Attachment-ID Management (nur FIT-Connect 2.0.0)
Durch die Umstellung auf FIT-Connect Version 2, bieten sich Möglichkeiten, die Vergabe von Attachment-ID Strategie, Filename-Attribut und Description-Attribut über die Konfiguration des Zustellweges zu steuern.
Mit der Auswahl Attachment-ID Strategie lässt sich beeinflussen, ob die ID der Anlage dem System-Standard folgt, zufällig für jeden Versand erzeugt wird oder eine stabile systemeigene ID ist. Diese Einstellung beeinflusst, ob eine Wiederholung des Versands möglich ist oder nicht.
Die Einstellung Filename-Attribut Quelle beeinflusst, welcher Dateiname im Metadatenschema hinterlegt wird und wie er sich zusammensetzt. Zur Auswahl stehen System-Standard, der ursprüngliche Dateiname, eine UUID als Name oder Feldname mit Nummer und Dateiname.
Mit Description-Attribut Quelle wird festgelegt, was im Feld Description hinterlegt werden soll: der System-Standard, der Dateiname, eine UUID oder der Feldname.
Mögliche Werte
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Parameter |
Werte |
Beschreibung |
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Attachment-ID Strategie |
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Dies regelt die Vergabe der Attachment-ID und erlaubt/verhindert ein erneutes Versenden. |
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Filename-Attribut Quelle |
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Der Wert im Parameter fieldname wird je nach Einstellung mit der UUID, dem systemeigenen Dateinamen oder dem Feldnamen mit Index und Dateinamen befüllt. |
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Description-Attribut Quelle |
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Der Parameter description wird je nach Einstellung mit der UUID, dem systemeigenen Dateinamen oder dem Feldnamen befüllt |
Damit ein Antrag wiederholt versendet werden und ein Fachverfahren den Dateinamen oder die Feldbezeichnung nutzen kann, wäre eine sinnvolle Belegung
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Attachment-ID Strategie: Zufällige UUID
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Filename-Attribut Quelle: Echter Dateiname
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Description-Attribut Quelle: Feldname
Mit der Attachment-ID Strategie wird direkt beeinflusst, ob ein Versand eines Antrages wiederholt werden kann, wenn die Anlagen bereits bei FIT-Connect angekündigt wurden.
Datenumfang und Struktur
Durch die Auswahl des XFall-Containers wird festgelegt, in welchem Format die Daten im gelieferten JSON vorliegen sollen:
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keinen XFall-Container senden: Die Daten werden im JSON als String formatiert.
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XFall-Container v4: Die Daten werden im JSON als String formatiert.
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FIM-Container: Die Daten werden im JSON so formatiert, wie es das Datenschema festlegt. (Zahl als Zahl, String als String, etc.)
Durch die Auswahl eines Sub-Datenmodells wird der Datenumfang, der versendet wird, verändert. Wird kein Sub-Modul gewählt, wird der komplette Datensatz mit allen Werten und Anlagen übertragen.
Steuerung des Zustellweges
Über die Steuerung des Zustellweges kann festgelegt werden, ob Daten über diesen Zustellweg übertragen werden sollen und wodurch diese Auswahl beeinflusst wird.
Mit der Steuervariable für Zustellweg kann ein Wahrheitswert aus dem Datenmodell ausgewählt werden, um zu steuern, ob der Zustellweg genutzt wird oder nicht.
Neben den Feldern aus dem Datenmodell lässt sich mit der Schriftform für Zustellweg aktiv steuern, ob eine bestimmte Schriftform für diesen Zustellweg erforderlich sein soll und festlegen, welche Schriftform dies ist.
Wenn Schriftformerfordernis für Zustellweg aktiv angewählt wurde, so muss mindestens eine Schriftform ausgewählt werden. Es können auch mehr als eine Schriftform festgelegt werden.
Wandlung der Verfahrensdaten
Die EFAST-Plattform übermittelt die Fachdaten eines Onlinedienstes als JSON-Struktur, die dem Fachdatenschema folgt, das dem Onlinedienst zugrunde liegt. Sollten die Fachdaten in ein anderes Format, beispielsweise in eine XÖV-Nachricht, gewandelt werden, so erfolgt dies durch eine XSLT-Wandlung.
In einigen Onlinediensten beinhaltet die Konfiguration bereits eine solche XSLT-Vorlage, die nur noch ausgewählt werden muss. Für alle anderen Fälle lässt sich eine XSLT-Datei hochladen.
Die gewandelte Datei wird ohne weitere Konfiguration als Anlage übermittelt. Einige Fachverfahren erwarten die Verfahrensdaten über FIT-Connect als Fachdaten und haben Probleme mit der Übernahme der Daten, wenn die Fachdaten als Anlage übermittelt werden. Um die Interoperabilität mit diesen Fachverfahren zu erhöhen, kann festgelegt werden, dass eine data.xml statt data.json in den Fachdaten übertragen werden soll.
Zusätzlich muss das Schema für die Validierung der gewandelten Fachdaten angegeben werden, damit ein Empfänger die Datenstruktur prüfen kann. Um dem Fachverfahren mitzuteilen, welchem Schema die Daten entsprechen, muss das entsprechende Schema im Eingabefeld angegeben werden. Im Beispiel ist die Wandlung in das Format XSozial-Basis Version 2.1.0 dargestellt.
Die beiden Werte File-Type und Mime-Type besitzen Defaultwerte und müssen nur spezifiziert werden, wenn keine XML-Datei erzeugt wird und der Mime-Type von application/xml abweicht.
Mit der letzte Checkbox wird festgelgt, ob das Belegexemplar des Antrages in die gewandelte Datei als Block integriert werden soll.
Wenn eine Wandlung der Daten mittels XSLT-Datei erfolgen soll, so ist bei XFall-Container immer die Einstellung keinen XFall-Container senden zu wählen, damit die Wandlung sich auf die Rohdaten beziehen kann.
Es besteht die Möglichkeit, Antragsdaten per XSLT-Transformation in das gewünschte Zielformat, beispielsweise XML, CSV oder einen XÖV-Standard, umzuwandeln. Eine XSLT-Datei steuert die Wandlung der JSON-Datei in das gewünschte Zielformat.
Beispiele für Zielformate sind XPersonenstand, XBau oder reines XML.
Nach dem Speichern der Zustellwegkonfiguration überprüft die EFAST-Plattform den angegebenen Zustellpunkt auf seine Erreichbarkeit und überprüft die hinterlegte Leistung, sowie das Datenschema. Im Fall einer Abweichung zeigt die EFAST-Plattform dies mit einer roten Fehlermeldung an und fordert dazu auf, die entsprechenden Anpassungen im Zustellpunkt vorzunehmen.
Bisher erfolgte bei Abweichungen zwischen hinterlegtem Datenschema im Zustellpunkt und verwendetem Datenschema eine Warnung statt einer Fehlermeldung. Mit der Folge, dass ein Online-Dienst aktiviert werden konnte und Anträge versendet werden konnten.
Eine Abweichung zwischen dem von der EFAST-Plattform verwendeten Datenschema und dem Schema, das im Zustellpunkt von FIT-Connect hinterlegt ist, verhindert seit der Umsetzung der Schnittstelle mit dem Java-SDK der FITKO einen Versand eines Antrages. Daher sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Datenschema mit einem im Zustellpunkt hinterlegte Datenschema übereinstimmt.
Bei bereits aktiven Online-Diensten wird bei Abweichungen zwischen dem im Zustellpunkt hinterlegten Datenschema und dem genutzten Datenschema die Übertragung nicht verhindert. Die Übertagung erfolgt dann über die API-Calls statt mit dem SDK.
Eine Zurückweisung des Antrages durch ein Fachverfahren ist in solchen Fällen die mögliche Folge, daher sollte dennoch so rasch wie Möglich die Konfiguration bereinigt werden.
Sollte die Leistung des Online-Dienstes nicht im Zustellpunkt hinterlegt sein, so verweigert der Zustelldienst von FIT-Connect die Annahme der Daten und es kommt zu einem Fehler beim Versand der Daten.
Anforderungen für die Anbindung eines Fachverfahrens
Damit die Antragsdaten erfolgreich durch ein Fachverfahren aus dem Zustelldienst abgeholt werden können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein.
Behörde
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Es wird ein Elster MUK Zertifikat benötigt, damit sich die Verantwortliche Person am Selfservice-Portal von FIT-Connect anmelden kann. Es können weitere Personen eingeladen werden. Vor der produktiven Nutzung muss der AVV akzeptiert werden.
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Für die Ableitung der erforderlichen asymmetrischen Schlüssel des Zustellpunktes wird ein V-PKI-Zertifikat benötigt. Die öffentlichen Schlüssel werden im Zustellpunkt hinterlegt, die privaten werden im Fachverfahren benötigt
Fachverfahren
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FIT-Connect-Schnittstelle ist in einer aktuellen Version implementiert. Es empfiehlt sich eine Implementierung der Schnittstelle mittels Software-Development Kit (SDK), um den Pflegeaufwand zu reduzieren.
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Es können Fachdaten im Format JSON oder XML verarbeitet und validiert werden. Die entsprechenden Schema-Informationen sind im Zustellpunkt hinterlegt.
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Zugangsdaten von FIT-Connect, Zustellpunkte und private Schlüssel lassen sich im Fachverfahren einfach durch die Behörde pflegen.
Sollten sich bei der Anbindung eines Fachverfahrens über FIT-Connect zu FIT-Connect technische Fragen auftauchen, können Sie sich per E-Mail gerne an den Support von FIT-Connect wenden. Dieser ist unter fit-connect-support@fjd.de erreichbar.
Zusätzliche Informationen
Weiterführende Informationen zu FIT-Connect, FIM und XOEV finden unter folgenden Links:
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FIT-Connect: https://docs.fitko.de/fit-connect/
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Submission-API: https://docs.fitko.de/fit-connect/docs/apis/submission-api
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Destination-API: https://docs.fitko.de/fit-connect/docs/apis/destination-api
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