Mit Regeln lassen sich im EFAST Online-Dienst Builder Gruppen und Felder ein- und ausblenden. In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Konstrukte mit Regeln umgesetzt werden können und welche BeschrÀnkungen es gibt.
WofĂŒr werden Regeln verwendet?
Regeln werden fĂŒr dynamische Effekte wie z.B. das Einblenden von Feldern und Gruppen oder der Validierung von Feldwerten verwendet.
Glossar
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Regeleffekt: z.b. Einblenden, oder ausblenden
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Zielelement: Ein Element, welches das Ziel des Regeleffekts ist
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Bedingungselement: Ein Element, dessen Wert bestimmt, ob ein Regeleffekt ausgefĂŒhrt wird oder nicht.
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MultiplizitĂ€t: AusgedrĂŒckt durch âa:bâ. Bestimmt, wie oft ein Unterelementelement mindestens und maximal direkt unterhalb einer Gruppe vorkommen kann. Eine MultiplizitĂ€t von
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0:1 â Mindestens 0-mal, maximal 1-mal
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1:1 â Exakt einmal
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1:2 â Mindestens 1-mal, maximal 2-mal
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0:* â Mindestens 0-mal, maximal unendlich oft
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Regel-Arten
Feld einblenden
Notwendig:
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Das Zielelement ist optional (untere MultiplizitÀt = 0)
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Das Zielelement ist ein Datenfeld
Gruppe einblenden
Notwendig:
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Das Zielelement ist optional (untere MultiplizitÀt = 0)
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Das Zielelement ist eine Datenfeldgruppe
DatumsprĂŒfung
Notwendig:
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Das Zielelement ist âŠ
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ein Datenfeld
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von der Feldart Eingabe
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vom Datentyp Datum
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Das Zielelement hat weder Werte fĂŒr Min noch Max gesetzt
Regeln anlegen
Im MenĂŒ-Punkt Online-Dienst bearbeiten können Regeln verwaltet werden. In der Seitenleiste (links) muss ein Zielelement ausgewĂ€hlt werden. Ăber die SchaltflĂ€che Element-Optionen (drei Punkte) können Regeln hinzugefĂŒgt werden. Dabei wird das Zielelement festgelegt. Die Bedingungselemente fĂŒr die Regel können im darauffolgenden Dialog festgelegt werden. Der Dialog ist so aufgebaut, dass er sich als Satz sprechen lĂ€sst.
Ein Bedingungselement muss sich entweder auf derselben Ebene wie das Zielelement befinden oder darĂŒber. Ein Bedingungselement kann ĂŒber das Stift-MenĂŒ unter wenn das Feld festgelegt werden. Das gewĂ€hlte Element muss sich entweder auf der hierarchisch selben Ebene oder ĂŒber dem Zielelement befinden.
Im Folgenden ist der Ablauf zur Erstellung einer Regel abgebildet
Regeln bearbeiten und löschen
Im MenĂŒ-Punkt Online-Dienst bearbeiten können Regeln verwaltet werden. Unter der Sektion Regeln können alle Regeln des Online-Dienstes bearbeitet oder auch gelöscht werden.
A: Regel-Identifikationsnummer
B: SchaltflÀche zum Bearbeiten einer Regel
C: SchaltflÀche zum Löschen einer Regel
VerknĂŒpfung von âWenn Felderâ (Bedingungselementenâ)
Manche Regeln erlauben die VerknĂŒpfung von âWenn Feldernâ bzw. Bedingungselementen, sodass beispielsweise zwei Checkboxen angehakt sein mĂŒssen, damit das Zielelement eingeblendet wird. Bei der VerknĂŒpfung von Regeln kann zwischen den beiden logischen Operationen UND und ODER gewĂ€hlt werden. Dies gilt fĂŒr alle âWenn Felderâ. Wird z.B. UND ausgewĂ€hlt, mĂŒssen alle Bedingungen eintreten, damit ein Element eingeblendet werden kann, bei ODER reicht die ErfĂŒllung einer Bedingung.
A: FĂŒgt eine
weitere Bedingung hinzu;
B: Element auswÀhlen
C: VerknĂŒpfung entfernen
D: Form der VerknĂŒpfung wĂ€hlen
Validierung von Regeln
Innerhalb einer Minute werden mindestens einmal alle Regeln eines Online-Dienstes validiert. Die Validierung prĂŒft, ob die Regeln weiterhin kompatibel sind. ZusĂ€tzlich werden die alle Regeln bei der Versionierung eines Online-Dienstes validiert, damit keine Online-Dienst-Versionen mit defekten Regeln entstehen.
Ist eine Regel defekt, wird sie in der Sektion Regeln mit einem Warn-Symbol markiert.
A: Warn-Symbol
Regel-Fehlermeldungen
Die Regeln ermöglichen ein nutzerfreundliches Bearbeitungserlebnis in Online-Diensten. Ein Nachteil der Regeln ist, dass durch die Regelkonfiguration komplizierte Konstrukte entstehen können. Daher werden einige Konfigurationen unterbunden, indem wir alle Regeln gemeinsam einer Validierung unterzogen werden. Dies hat zur Folge, dass Online-Dienste erst versioniert werden können, wenn auch deren Regel-Validierung erfolgreich ist.
Im folgenden Abschnitt wird der Begriff MultiplizitĂ€t (ausgedrĂŒckt durch die Notation âa:bâ) benutzt. Die MultiplizitĂ€t eines Datenelements bestimmt, wie oft es mindestens und maximal direkt unterhalb einer Gruppe vorkommen kann. Beispiele:
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a:b â Das Element muss mindestens âaâ-mal, aber maximal âbâ-mal vorkommen.
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a:* â Das Element muss mindestens âaâ-mal vorkommen und kann unendlich oft vorkommen
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0:* â Das Element kann 0-mal oder beliebig oft vorkommen, ist also optional
Bekannte Fehler:
R1
Problem: Tritt auf, wenn die Regel unbekannt ist.
Lösung: Die Regel muss gelöscht und neu erstellt werden
R2
Problem: Die Regel ist nicht unterstĂŒtzt.
Lösung: Die Regel muss gelöscht und neu erstellt werden
R5
Problem: In der Regel wird ein Code referenziert, der in der dazugehörigen Codeliste oder Werteliste nicht (mehr) existiert. Dies kann passieren, wenn Ănderungen am Datenmodell durchgefĂŒhrt werden, die Regel aber nicht angepasst wird.
Lösung: Die Regel muss angepasst oder gelöscht werden.
R6
Problem: Die Art des Datenelements passt nicht mehr zu der Art, die in der Regel vorausgesetzt wird.
Lösung: Die Regel muss angepasst oder gelöscht werden.
R8
Problem: Ein referenziertes Datenelement ist nicht optional.
Lösung: Passen sie die MultiplizitÀt an.
R9
Problem: Ein referenziertes Datenelement wurde nicht gefunden. Das Datenmodell kann sich geÀndert haben, die Regeln wurden jedoch nicht angepasst.
Lösung: Die Regel muss angepasst oder gelöscht werden.
R10
Problem: Ein referenziertes Datenelement ist kein Datenfeld
Lösung: Die Regel muss angepasst oder gelöscht werden.
R11
Problem: Ein referenziertes Datenelement ist keine Datenfeldgruppe.
Lösung: Die Regel muss angepasst oder gelöscht werden.
R12:
Problem: Die Funktion hat einen Fehler.
Lösung: Die Regel muss gelöscht oder neu erstellt werden.
R13
Tritt auf, wenn zwei oder mehr Regeln Ziel- oder Bedingungselemente besitzen, deren Regeln sich direkt oder indirekt gegenseitig referenzieren.
Lösung: Regel 1 oder Regel 2 löschen.
Beispiel:
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Regel 1:
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Zielelement: âBâ
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Bedingungselement: âAâ
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Regel 2:
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Zielelement: âAâ
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Bedingungselement: âBâ
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Diese Konstellation ist ungĂŒltig
R14
Tritt auf, wenn in einer Regel das VerhĂ€ltnis (z:b) nicht im VerhĂ€ltnis 1:b oder z:1 ist. âzâ und âbâ sagen aus, wie oft ein Element unterhalb des gemeinsamen Elternelements vorkommen kann. âzâ bestimmt, wie oft das Zielelement der Regel vorkommen kann. âbâ bestimmt, wie oft ein Bedingungselement unterhalb des gemeinsamen Elternelements vorkommen kann. Wie oft ein Element maximal vorkommen kann, wird berechnet aus der Multiplikation der oberen Schranken der MultiplizitĂ€t im Strukturbaum. Folgende Beispiele erlĂ€utern den Zusammenhang:
Beispiel 1:
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Das gemeinsame Elternelement ist Datenfeldgruppe G.
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Die obere Schranke âbâ der MultiplizitĂ€t von Datenfeld A ist 2. âAâ kann also maximal 2-mal vorkommen.
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Die obere Schranke âzâ der MultiplizitĂ€t von Datenfeld B ist 2. âBâ kann also maximal 2-mal vorkommen.
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Das VerhĂ€ltnis âz:bâ ist 2:2 und damit ungĂŒltig.
Beispiel 2:
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Das gemeinsame Elternelement ist Datenfeldgruppe G.
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Die obere Schranke âbâ der MultiplizitĂ€t von Datenfeld A ist 2
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Die obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ ist 2.
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Die obere Schranke der MultiplizitÀt von Datenfeld B ist 1.
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âzâ = obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ x obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeld B ist 1
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âzâ ist damit 2 x 1 = 2
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Das VerhĂ€ltnis âz:bâ ist 2:2 und damit ungĂŒltig
Beispiel 3:
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Das gemeinsame Elternelement ist Datenfeldgruppe G.
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Die obere Schranke âbâ der MultiplizitĂ€t von Datenfeld A ist 1
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Die obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ ist 1.
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Die obere Schranke der MultiplizitÀt von Datenfeld B ist 2.
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âzâ = obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ x obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeld B ist 1
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âzâ ist damit 1 x 2 = 2
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Das VerhĂ€ltnis âz:bâ ist 1:2 und damit gĂŒltig
Beispiel 4:
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Das gemeinsame Elternelement ist Datenfeldgruppe G.
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Die obere Schranke âbâ der MultiplizitĂ€t von Datenfeld A ist 2
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Die obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ ist 1.
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Die obere Schranke der MultiplizitÀt von Datenfeld B ist 1.
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âzâ = obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeldgruppe âGGâ x obere Schranke der MultiplizitĂ€t von Datenfeld B ist 1
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âzâ ist damit 2 x 1 = 2
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Das VerhĂ€ltnis âz:bâ ist 2:1 und damit gĂŒltig
R16
Problem: Die Regel erlaubt nicht, dass im referenzierten Datenelement der minimale Wert des Datums gesetzt ist.
Lösung: Der Wert Minimaler Wert des Datenelements muss geleert werden.
R17
Problem: Die Regel erlaubt nicht, dass im referenzierten Datenelement der maximale Wert des Datums gesetzt ist.
Lösung: Der Wert Maximale Wert des Datenelements muss geleert werden.
R18
Problem: Die Einheit der Zeitdifferenz ist nicht erlaubt.
Lösung: Die Regel muss gelöscht oder bearbeitet werden.
R19
Problem: Die Zeitdifferenz ist keine gĂŒltige Zahl. Es muss eine ganze Zahl wie 1 oder 2 sein.
Lösung: Die Regel muss gelöscht oder bearbeitet werden.
R23
Problem: Das referenzierte Datenelement hat eine MultiplizitÀt höher als 1.
Lösung: Die MultiplizitÀt des Elements muss auf maximal 1 gesetzt werden.